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Krka

KRKA ist unter den Flüssen des kroatischen Karstgebietes sicherlich der Großartigste. Er ist wegen seiner zahlreichen Wasserfälle berühmt, welche, wie auch die in Plitvice, durch die Ablagerung der Rauhwacke, einer besonderen Kalksteinart, entstanden sind. Dieser Nationalpark umfasst den größten Teil des Flussverlaufes mit seiner Uferregion, von der historischen Stadt Knin, unweit von seinem Ursprung, bis zu einer anderen historischen Stadt, Skradin, wo sich das Flussbett der Krka in eine lange und tiefe Meeresbucht zu verwandeln beginnt. Der Fluss strömt teilweise durch tiefe Schluchten, die sich in die Karsthochebene eingeschnitten haben und bildet mehrere Seen, vor allem zwischen den beiden größten und schönsten Wasserfällen, Skradinski buk und Roski slap.

Der Nationalpark Krka bietet neben seinen Naturschönheiten auch jede Menge kultur-historische Denkmäler. Besonders hervorzuheben ist das Franziskanerkloster auf dem Inselchen Visovac, das wie ein Landschaftsjuwel inmitten des von dem Fluss Krka gebildeten Sees liegt. Die Besucher werden auch von den Alten Mühlen angezogen, wo auch heute noch Getreide gemahlen wird, sowie von dem nahegelegenen kleinen ethnographischen Museum, in dem die Museumsführer, gekleidet in traditionellen Volkstrachten, den Besuchern die Geschichte dieser Gegend nahe bringen.

Aber die Hauptattraktion des Nationalparks Krka sind seine sieben Wasserfälle, unter denen Roski slap, der wasserreichste, und Skradinski buk, der größte, bekannteste und der letzte ist, bevor die Krka in das Meer mündet. Roski slap besticht durch das eindrucksvolle Bild der ihn umgebenden Felswände. Über einen Seitenarm der Krka führt eine Brücke, wo der Legende nach „zwei Tränen als Brückenzoll für den unglücklichen Jüngling Bogdan, dem ein Drache am Hochzeitstag die Braut raubte und mit in den See nahm“ zu entrichten war. Die 17 Stufen des Skradinski buk verteilen sich auf eine Länge von 800 Metern, mit einem Höhenunterschied von 46 Metern. Jahresdurchschnittlich fliessen hier 55.000 Liter Wasser pro Sekunde, während bei stärkeren Niederschlägen eine Wassermasse von bis zu 300.000 Liter Wasser pro Sekunde tosend herabstürzt.

Etwa zwei Drittel der 72 km langen Krka schlängelt sich durch Schluchten und steht in einem pittoresken Kontrast zur trockenen Karsthochebene. So fließt das türkisblaue Wasser des Flusses wie eine Fatamorgana durch die felsige Halbwüste des dalmatinischen Karstes. Kurz nach dem malerischen Städtchen Skradin geht der Fluss allmählich in den See Prokljansko jezero über, und anschließend in eine tiefe Meeresbucht, an der noch eine weitere historische Stadt liegt – Sibenik.

1985 zum Nationalpark erklärt.
 

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